Blick auf Traunsee und Traunstein

Blick über den Traunsee, Foto: Alexander Strobl

Pionierstadt Altmünster

Neue Wege in der Energieversorgung


Die Marktgemeinde Altmünster zählt zu den ersten Gemeinden in Oberösterreich, die eine umfassende kommunale Klimastrategie erarbeitet haben. Ein zentrales Handlungsfeld darin ist die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energieträger. Derzeit prüft die Gemeinde die Optionen eines Nahwärmenetzes – dabei wird auch untersucht, ob sich Wärme aus dem Traunsee nutzen lässt.
 
Die aktuelle Klimabilanz zeigt deutlich, dass der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen eine der wichtigsten Aufgaben für Altmünster ist. Zahlreiche Haushalte und öffentliche Gebäude werden derzeit noch mit Gas beheizt. Im Zuge der Arbeiten am Klimaneutralitätsfahrplan analysierte die Gemeinde daher unterschiedliche Szenarien für eine nachhaltige Wärmeversorgung. Während sich im Zentrum der Marktgemeinde ein Nahwärmenetz wirtschaftlich anbieten könnte, gelten in anderen Ortsteilen einzelne Wärmepumpensysteme als mögliche Alternative.
 
„Im Rahmen eines Forschungs- und Umsetzungsprojekts wollen wir die Potenziale für ein zukünftiges Nahwärmenetz vor Ort ausloten. Dazu gehört auch die Frage, ob Seewärme aus dem Traunsee für die Wärmeversorgung genutzt werden kann“, erklärt Alexander Strobl vom Umweltreferat, der das Pionierstadt-Projekt leitet.

Fortschritte bei erneuerbarem Strom

Beim Thema sauberer Strom hat Altmünster in den letzten Jahren viel erreicht und den Photovoltaikausbau stark vorangetrieben. Mit einer installierten Leistung von rund 459 kWp kann die Gemeinde mit 10.000 Einwohner:innen einen erheblichen Teil ihres lokalen Strombedarfs selbst decken. Die Marktgemeinde ist Teil einer Energiegemeinschaft, zu der sich fünf oberösterreichische Nachbargemeinden zusammengeschlossen haben. Knapp 300 Haushalte sind bereits Mitglieder dieses Netzwerks und können erneuerbaren Strom über Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam nutzen und austauschen.

E-Mobilität und Speicher im Fokus

Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an einem weiteren Zukunftsprojekt: der Entwicklung eines integrierten Energiesystems. Im Mittelpunkt steht dabei die intelligente Verknüpfung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Energiespeichern. Ziel ist es, überschüssigen Strom aus den Photovoltaik­anlagen zwischenspeichern und netzdienlich einspeisen zu können. Langfristig soll eine Lade- und Speicherinfrastruktur mit intelligenter Steuerung entwickelt werden. Auch die Energiegemeinschaft wäre hier eingebunden. Für die Finanzierung werden u. a. Modelle mit Bürger:innenberteiligung untersucht.
 
klimaneutralestadt.at/de/projekte/pionierstaedte/altmuenster-2040.php
 
 
 

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  • Luftbild der PV-Anlage am Dach von Volksschule und Kindergarten Neukirchen
    230 kWp-PV-Anlage, Volksschule und Kindergarten Neukirchen, Foto: Alexander Strobl
  • Radfahrer
    Radverkehr, Foto: Alexander Strobl
  • E-Ladestation
    E-Ladestation, Foto: Alexander Strobl