EXPERTENINTERVIEW
DI Dr. Wolfgang Hribernik, Head of Competence Unit Electric Energy Systems, AIT Austrian Institute of Technology

DI Dr. Wolfgang Hribernik, Head of Competence Unit Electric Energy Systems, AIT Austrian Institute of Technology
(Video: Waldhör KG)

Das SmartEST-Labor des AIT ist eine weltweit führende Einrichtung für die Erforschung intelligenter Energienetze. Macht es Österreich international zum Vorreiter in diesem Forschungsbereich?
Das AIT SmartEST Labor ist eine einzigartige Entwicklungsplattform für Smart Grid-Technologien und Systemarchitekturen. Das können Lösungen und Produkte sein, die Industriepartner entwickelt haben, aber auch AIT-Entwicklungen, die später in den Markt übergeleitet werden. Damit unterstützt das AIT die Entwicklungsprozesse österreichischer Akteure und schafft so einen Wettbewerbsvorteil, ist aber auch mit AIT-Technologien auf internationaler Ebene sichtbar.

Welche Highlights gab es bisher unter den hier getesteten innovativen Technologien?
Elektrische Energiespeichersysteme und deren aktuelle und zukünftige Aufgaben im Energiesystem sind aktuell die dominierenden Technologien. Das AIT begleitet – unterstützt durch Hardware-in-the-Loop (HIL) Methoden – Systembetreiber und Hersteller in praktisch allen signifikanten Demonstrationsprojekten für Utility-Scale Batteriesysteme. Unter den vom AIT entwickelten Technologien bildet der AIT Smart Grid-Converter (ASGC) den Schwerpunkt im Bereich der leistungselektronischen Systeme. 

Das AIT Center for Energy kooperiert im Rahmen internationaler Netzwerke mit anderen europäischen Spitzenlabors. Welche Ziele stehen dabei im Fokus?
Das AIT ist bereits seit vielen Jahren ein international aktiver Hub in der Smart Grids-Forschung. Es ist Gründungsmitglied von DERlab (European Distributed Energy Resources Laboratories) sowie in der European Energy Research Alliance (EERA) und in den relevanten Technologieplattformen im Zusammenhang mit der SET Plan-Umsetzung aktiv. Über Europa hinaus engagiert sich das AIT im Implementing Agreement ISGAN (International Smart Grid Action Network), in dem wir auch die operativen Geschäfte führen. Ziel der Aktivitäten ist die gemeinsame Gestaltung von Forschungsprioritäten auf europäischer Ebene, die effiziente Nutzung und Entwicklung von Forschungsinfrastruktur sowie die Unterstützung der Mobilität von ForscherInnen im Smart Grids-Thema. Letzteres unterstützt die Attraktivität des Forschungsstandortes und bringt wesentliche Wettbewerbsvorteile bei der immer kompetitiver werdenden Jagd nach den besten Köpfen.