Mit dem Klimavorsorgemodell stellt sich die Stadtgemeinde Feldbach den Herausforderungen der Klima- und Energiewende. Der ganzheitliche Ansatz umfasst zahlreiche Maßnahmen in den Themenbereichen Gebäude und Energie, Wasser, nachhaltige Mobilität sowie resiliente Stadt.
Feldbach startet aktuell die konkrete Umsetzung des Klimavorsorgemodells, das gemeinsam mit der LEA (Lokale Energie Agentur) erarbeitet wurde und 33 konkrete Maßnahmen in vier Handlungsfeldern enthält. Langfristiges Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen der Stadt bis 2040 auf nahezu null zu reduzieren. In den Transformationsprozess sind sämtliche Abteilungen der Stadtverwaltung eingebunden.
„Mit dem Förderprogramm können wir personelle Ressourcen für die Gesamtgestaltung der Programmumsetzung in den nächsten drei Jahren bereitstellen und einen Lernprozess in der gesamten Verwaltung und der Bevölkerung anstoßen“, erklärt Robert Schmidt, Leiter der Abteilung Liegenschaftsverwaltung, Energie und Klima.
Energiebedarf der städtischen Gebäude senken
Die 72 Liegenschaften der Stadtgemeinde verbrauchen ca. 3 GWh Strom und 6 GWh Wärme. Durch gezielte Maßnahmen – wie z. B. die Dämmung von Geschoßdecken – soll der Energiebedarf reduziert werden. Der größte Energieverbraucher ist das städtische Hallenbad, das in den nächsten drei Jahren umfassend thermisch sowie energietechnisch saniert werden soll. Mit dem PV-Masterplan will die Stadt den Ausbau der gemeindeeigenen PV-Anlagen weiter forcieren und einen Großteil des Strombedarfs in Zukunft selbst produzieren. Aktuell sind 1,23 MWp installiert, die 2025 rund 1,01 GWh Strom erzeugten. Davon wurden etwa 490 MWh direkt vor Ort genutzt, weitere 270 MWh innerhalb einer gemeindeinternen Energiegemeinschaft an andere kommunale Gebäude verteilt.
Fokus auf Lebensqualität
Feldbach setzt verstärkt auf Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas und Vermeidung von Hitzeinseln. Dazu zählen u. a. zahlreiche Projekte zur Begrünung und Beschattung der Innenstadt sowie zur Schaffung von Retensionsflächen für die Speicherung von Regenwasser. Wissenschaftlich begleitet werden die Projekte vom Grazer Forschungsunternehmen 4ward Energy Research. Projektleiter Peter Köhldorfer sieht neben technischen Lösungen vor allem die Natur als entscheidenden Faktor: „Beim Thema Hitzeinseln zeigt sich, dass es viele gute technische Maßnahmen gibt. Letztlich bietet jedoch die Natur den besten Schutz – denn nichts wirkt so effektiv wie ein Baum.“
klimaneutralestadt.at/de/projekte/pionierstaedte/feldbach.php
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